Sommersonnenwende: Der längste Tag des Jahres
Am 20. oder 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel. Die Sommersonnenwende markiert den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres auf der Nordhalbkugel. Seit Jahrtausenden wird dieses besondere astronomische Ereignis gefeiert – mit Ritualen, Festen und spirituellen Momenten.
Die Sommersonnenwende steht symbolisch für Licht, Fülle und Lebensenergie. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, die Kraft der Natur bewusst wahrzunehmen und den Moment des Gleichgewichts zu würdigen. Doch was steckt eigentlich hinter diesem besonderen Tag?
In diesem Artikel erfährst du mehr über die Bedeutung der Sommersonnenwende, ihre Ursprünge und warum sie bis heute eine besondere Rolle im Jahreskreis spielt.
Was passiert zur Sonnenwende?

Zur Sommersonnenwende steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis (Tropic of Cancer). Die Erdachse ist dabei so geneigt, dass die Nordhalbkugel der Sonne am stärksten zugeneigt ist – daher erleben wir mehr Sonnenstunden als an jedem anderen Tag im Jahr.
Sonnenwende in der Geschichte: Von Stonehenge bis Mittsommer
♦ Stonehenge in England ist vielleicht das berühmteste Monument, das auf die Sonnenwende ausgerichtet ist. Zur Sommersonnenwende fällt das erste Sonnenlicht genau zwischen zwei der großen Steine.
♦ In Skandinavien wird Mittsommer gefeiert – ein ausgelassenes Fest mit Blumenkränzen, Lagerfeuern und traditionellen Tänzen.
♦ Auch die alten Germanen und Kelten zelebrierten diesen Tag mit Feuer- und Fruchtbarkeitsritualen.
Rituale und Bräuche: So feiert man die Sonnenwende
♦ Johannisfeuer (in Mitteleuropa um den 24. Juni): Große Feuer symbolisieren die Sonne und sollen böse Geister vertreiben.
♦ Kräutersammeln: In der Volksheilkunde gelten Pflanzen, die zur Sonnenwende gesammelt werden, als besonders kraftvoll.
♦ Sonnenaufgang erleben: Viele Menschen nutzen diesen Tag für eine bewusste Begrüßung der Sonne – sei es am Meer, auf einem Berg oder im eigenen Garten.
Sonnenwende heute: Zwischen Achtsamkeit und Nachhaltigkeit
In einer Zeit, in der viele Menschen nach einem natürlichen Lebensrhythmus suchen, erfährt die Sonnenwende eine neue Wertschätzung:
♦ Achtsamkeit & Naturverbundenheit: Den eigenen Alltag entschleunigen, innehalten, den Moment genießen.
♦ Zero-Waste-Feste oder Waldrituale: Immer mehr Menschen gestalten die Sonnenwende nachhaltig – mit biologischem Essen, Naturmaterialien und spirituellen Impulsen.
Fazit: Ein Lichtmoment im Jahreskreis
Die Sommersonnenwende ist mehr als nur ein astronomisches Phänomen – sie lädt uns ein, innezuhalten, die Kraft der Sonne zu feiern und unseren Platz im natürlichen Jahreskreis zu spüren. Egal ob mit Tanz, Stille oder einem Sonnenaufgangskaffee: Dieser Tag gehört dem Licht.

